Montag, 27. September 2010

IFA F9-Horch 930 S



Waschbecken im Vorderen Kotflügel und das Heck ähnelt doch dem IFA F9 sehr!

Der IFA F9

Über diesen Wagen lässt sich wohl ein ganzes Buch schreiben.So ist er eigentlich keine Errungenschaft der DDR.Kenner sehen sofort einen DKW F89 oder DKW F91.
Auch wenn man im Internet nach Fotos sucht,entdecken die Kenner immer wieder Verwechslungen dieser Autos.
Der DKW F9 sollte bereits etwa 1940 als Nachfolger des F8 herauskommen.Vor Kriegsbeginn waren bereits 20 Prototypen gebaut worden.Da die Nazis die Kapazitäten jedoch anderwärtig nutzten,wurde dieses Fahrzeug nicht produziert.
!950 kam das Fahrzeug dann als IFA F9 aus DDR Produktion auf den Markt.Das Auto verfügte über einen 3Zylinder Zweitaktmotor mit 28 PS.
Zeitgleich startet in der BRD der DKW F89.Er verfügt aber über einen Zweizylinder Motor,die Karossen sind annähernd gleich.Den Dreizylinder gibts ab 1953 im DKW F91.Auch hier bleibt die Karosserie nahezu unverändert,was zu vielen Verwechslungen führt.
In der DDR wird ...
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der F9 mit drei verschiedenen Karosserien angeboten,als Limosine,Kombi und Kabriolett.Auch werden 1950 5 Prototypen eines F9 Sportroadster gebaut.Dieser verfügt bereits über 34 PS und zwei Vergaser.Diese Idee findet sich später beim Wartburg 311 noch einmal wieder.In den Jahren 50-53 kommt das Fahrzeug aus Zwikau(später Trabant).Dort gibt es erste Versuche Karosserieteile aus Kunststoff zu bauen.Tatsächlich werden es aber nur einige wenige Kofferraumdeckel.1953 zieht die gesamte Produktion nach Eisenach (ehemals BMW,später Wartburg) um.
Auch die Motorenproduktion zieht nach Thüringen.In Zwickau beginnt nun das Kapitel Duoplast mit dem P70,Vorgänger des Trabbi.
In Eisenach,auch unter der Werksbezeichnung EMW 309- , erhält das Fahrzeug nun 30 PS,eine durchgehende Frontscheibe,der Tank wandert ins Heck-das Auto bekommt eine Unterdruck-Kraftstoffpumpe,einen 40 Liter Tank,Scheibenwaschanlage,bessere Heizung und aus der Krückstockschaltung wird eine Lenkradschaltung
(4 Gänge-Frontantrieb).Aus den drei bekannten Versionen werden mit der Limosine mit Schiebedach,dem Kübelwagen,dem Schnelltransporter (heute Pick-up),dem Kbriolett-Limosine(mit B- und C-Säule)sowie dem Kombi-Holz-Stahl.zeitweise bis 8 Karosserievarianten angeboten.
Die Gesamtproduktion belief sich auf ca. 40.000 Einheiten.Die Karosserieaufbauten wurden noch lange Jahre weiter geliefert.
So gehörte der F9 noch bis weit in die 70er zum alltäglichen Straßenbild.
Auch heute lassen sich Teile noch gut besorgen.
Seinerzeit mußte man für einen F9 zwischen12.600(Kombi) und 15.000 DDR Markfür ein Kabriolett-Limosine hinlegen.Das war mal ein sehr stolzer Preis.

Quellen:Wikipedia,Google,Verkehrsmuseum Dresden,Horch Museum Zwickau,Deutsche Autos-Dünnebier/Kittler,DDR Automobile von A-Z - Böhlke

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